Die Kriegsverkäufer: Geschichte der US-Propaganda 1917-2005 (edition suhrkamp)


 
Pressefreiheit gegen Nationale Sicherheit
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Die Kriegsverkäufer: Geschichte der US-Propaganda 1917-2005 (edition suhrkamp) (Taschenbuch) Das Buch ist sehr interessant und gut lesbar geschrieben. Der Autor spannt einen Bogen vom 1. Weltkrieg bis zum 3. Irakkrieg, von der zielgruppenorientierten Propanganda des staatlichen CPI`s bis zum modernen News Managements des Militärs und der Regierung. Durch die klare Strukturierung und die doch große Datenfülle kann man es durchaus ein kleines Standardwerk zu diesem Thema nennen. Auch wenn das Thema natürlich durchwegs kritisch ist, behält der Autor seine Objektivität und konzentriert sich auf die Entstehungsgeschichte der modernen Kriegsberichterstattung und des News Managements in den USA statt auf Polemik.

Das Buch beschäftigt sich mit dem Gegensatz zwischen Pressefreiheit und Nationaler Sicherheit in der USA. Vor allem wie die US Regierungen mit den sich entwickelnden Medien in Zeiten des Krieges umgehen und ihren Meinungsbildungsapparat auf diese abstimmen. Deren Mittel sind neben der Propaganda noch die Zensur(direkte und indirekte Zugangs- und Informationsbeschränkung),die Manipulation und die Desinformation. Von Anfang an folgten Kriegseintritte Medieninszenierungen und es wurde streng über den Informationsfluss gewacht. Vor allem der Übergang vom "objektive reporting"(offizielle Meinung) zum "interpreting journalism" (subjektive Meinung) während des Vietnamkriegs führte zum immer ausgereifteren Umgang der Regierung mit den Journalisten. Von der Pool(Gruppen) Bildung, die noch bis zum 2. Irakkrieg Bestand hatte, bis zum "embedded journalism" des 3. Irakkriegs versuchte sich die Armee immer besser auf die Journalisten einzustellen.

Für jeden der etwas über Medienpolitik in den USA oder Propaganda und Kriegsberichterstattung erfahren will, ist dieses Buch eine wirkliche Fundgrube. Detailliert und doch prägnant erfährt man die Entwicklung eines der wichtigsten Sektoren der Machtpolitik in unserer Zeit. Auch Leute die sich nicht dafür interessieren sollten das Buch dennoch lesen, da die Aktualität und Brisanz des Themas eigentlich jeden betrifft.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 26. Juni 2011
Kundenrezensionen:
3. Informativ und spannend zu lesen - sehr empfehlenswert!
2. Wertvoll!
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